Heute brechen wir früh auf in Richtung Johnston Canyon. Es ist kühl, aber die Sonne strahlt.
Wir ergattern einen guten Parkplatz, aber für 9 Uhr morgens ist hier schon reichlich was los. Wir starten zu unserer 10 km Wanderung zu schönen Wasserfällen und schließlich zu den Ink Pots.
Die Wanderung ist ganz schön anstrengend, besonders das letzte Stück. Aber es lohnt sich. Wir verbringen die Mittagspause an einem wunderschönen Fluss mit Bergpanorama.
Nach unserem ersten Dumping-Erlebnis beziehen wir auf dem Campingplatz Quartier. Der Platz ist nicht so richtig schön, aber ok.
Ein Propane-Gas-Alarm stört dann etwas unsere entspannte Urlaubsstimmung. Nach vergeblichen Telefon-Versuchen in öffentlichen Telefonzellen, telefonieren wir dann doch zu unheimlich preiswerten Roaming-Konditionen mit dem Handy mit dem Vermieter. Ein schweizer Techniker versucht gefühlt stundenlang (für ziemlich genau 35 Euro) die Ursache des Problems per Ferndiagnose zu ermitteln. So wirklich schlauer sind wir hinterher auch nicht, aber auf einen Werkstattbesuch auf Verdacht haben wir auch nicht so wirklich Lust. Aber der Camper wird uns schon nicht um die Ohren fliegen. Wir warten einfach mal, ob der Alarm nochmal wiederkommt.
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Wieder starten wir früh in den Tag. Es ist 7 und mit 6 Grad wieder ziemlich kalt. Zum Lake Louise sind es etwa anderthalb Stunden. Wir versuchen unser Glück abermals am Bowvalley Parkway – einer waldigen Parallelstraße zum Highway- aber auch heute Morgen haben wir hier kein Wildlife-Glück.
Der Parkplatz am Lake Louise ist schon gut gefüllt als wir um 8 dort ankommen, aber für Brutus ist noch ein Plätzchen zu finden.
Lake Louise liegt in einer Mischung aus Morgendunst und Rauch und ist fast nicht zu erkennen.
Die Stimmung ist fast mystisch. Würde sich plötzlich Nessie aus dem See erheben, würden wir uns wahrscheinlich nicht groß wundern. Wir starten zu einer Wanderung am rechten Seeufer. Am Seeende kommen wir an einen Wasserfall und danach geht’s recht steil den Berg hinauf. Ziel ist das Teahouse am Lake Agnes und es wird noch ziemlich anstrengend, bevor wir dort ankommen. Aber unsere Mühen werden schließlich mit leckerem Apple Crumble und heißen Getränken belohnt.
Nächstes Etappenziel ist erstmal der Campground am Lake Louise für ein kleines Mittagspäuschen, schließlich haben wir ja Urlaub.
Nachmittags brechen wir in den Yoho Nationalpark auf. Nach kurzem Stop an der Natural Bridge, einer lustigen vom Wasser umspülten Gesteinsformation, fahren wir zum Emerald Lake. Dieser See hat trotz Dunst eine wunderbar türkise Farbe. Tim spendiert ein Kanu und wir paddeln auf den See. Total entspannend ist es, wenn man so lautlos durch’s Wasser gleitet. 
Unser Fazit: ein wundervoll gelungener Tag.