Unsere Zeit in Neuseeland ist wirklich wie im Flug vergangen. Wie schon die Südinsel hat auch die Nordinsel mit abwechselungsreicher Natur gepunktet und uns sehr gefallen: Vielerort wurden wir Zeuge von vulkanischer Aktivität mit karger Landschaft und gleichzeitig faszinierenden Farbenspielen. Trotzdem ist auch die Nordinsel vorallem eins – GRÜN. Safte grasgrüne Hügel begleiten weite Teile unserer Strecke, außerdem gibt es auch hier Riesenfarne vorhin das Auge blickt. Was wir allerdings vermisst haben, waren Schafe, die gibt es definitiv nicht so viele wie erwartet.
Das besondere am Neuseeland-Grün ist, dass es auch bei Nieselregen noch einladend aussieht, während sich der bei Sonnenschein türkise Ozean oft in eine unfreundliche graue Suppe verwandelt. Nieselregen gab es im Übrigen reichlich.
Wer eine Neuseelandreise plant, tut in jedem Fall gut daran beiden Inseln einen Besuch abzustatten. Beide Inseln lohnen sich wegen ihrer ganz eigenen Art. Bei einem Besuch im neuseeländsichen Sommer ist vielleicht das Wetter besser, die Zeit im Herbst war aber auch deswegen reizvoll, weil einfach wenig los ist und man ganz viel Neuseeland fast für sich alleine hat.
Nun noch ein paar Worte zu unserem Debüt als Camper: Mit dem Camper durch Neuseeland zu reisen, ist auf jeden Fall eine gute Wahl; immer wieder gerne.-) Schöne Campingsplätze gibt es überall und man wird nett empfangen.
Die „dicke Berta“ ist uns echt ans Herz gewachsen, auch wenn man bei Spritzigkeit und Kurvenlage Abstriche machen muss. Aber ich hatte natürlich einen außergewöhnlichen Fahrer dabei; alleine wäre ich mit dem Schlachtschiff wahrscheinlich nicht s0 gut ausgekommen. Es ist wirklich ausgesprochen parktisch immer alles gleich dabei zu haben: Mitten im Nichts Kaffeekochen, noch auf dem Parkplatz vom Supermarkt gleich Kühlschrank und Vorratskammer bestücken – alles kein Problem.
Ich hatte ja am Anfang so meine Zweifel, ob das Camperdasein mit meiner Ordnungsliebe vereinbart ist. Ich habe aber schnell festgestellt, dass es grade auf so wenig Raum immer was zum Wegräumen, Abspülen oder Auffegen gibt, so konnte ich in Ruhe meinem Fimmel nachgehen,-)
Einen kleinen Nachteil hat das Campen allerdings: man kommt nicht so gut in Kontakt mit Neuseeländern. Wir wissen also noch nicht wirklich, wie man hier tickt (außer entspannt, das war offensichtlich) und wir konnten auch nicht mehr rausfinden, warum man hier bloß immer barfuss läuft;-)
Einige Bilder der letzten Wanderung über Privatgelände, Zäune und Kuhweiden mit Jungbullen darauf. Es war sehr schön, aber auch ein klein wenig aufregend, wenn da plötzlich so 20 Rinder vor dir stehen und du dahinter über den Zaun musst. Aber die Rinder haben immer nachgegeben zum Glück und wir konnten passieren.