Und wieder ist ein Monat rum. Zehn Monate bin ich nun schon alt. Ich habe die letzten vier Wochen fleißig stehen geübt und es klappt schon ganz gut. So gut, dass ich mich nun im Runterbücken probiere. Also mit einer Hand am Möbel festhalten, runterbeugen und mit der anderen Hand am Boden nach Spielzeug angeln. Sieht für den Zuschauer lustig aus, verlangt mir aber einiges an Konzentration ab. Mini-Schritte von links nach rechts versuche ich auch immer mal wieder. Aber noch bleibe ich stehend weitestgehend am Platz. Zur Fortbewegung nutze ich halt den Krabbel-Turbo.
Ich spiele, wer hätte es gedacht, noch immer gerne mit meinen Stapelbechern – und zwar baue ich jetzt meine eigenen kleinen Türmchen aus zwei oder drei Bechern. Wenn ich schon am Stapeln bin, setze ich auch gleich noch die bunten Ringe zur Pyramide zusammen. Ansonsten mag ich gerne Deckel auf Behälter wie Dosen oder Flaschen fummeln, Mülleimerdeckel auf und zu machen und Sachen reinwerfen. Außerdem entdecke ich langsam den Spielplatz für mich.


Ich habe jetzt sieben Zähne, vier unten und drei oben. Zähneputzen lohnt sich also langsam, ist aber gar nicht so einfach. Nach einer kurzzeitigen Schlafverwirrung, wo ich so gar nicht ins Bett wollte und wie verrückt rumfrasseln musste, gehe ich nun wieder friedlich Bett und komme meist mit einer Milchunterbrechung aus. Um sechs Uhr muss die Nacht dann aber auch langsam vorbei sein, schließlich will ich was erleben. Die meiste Zeit des Tages bin ich gut gelaunt und fröhlich und so gar nicht mehr nachdenklich, höchstens sehr konzentriert. Wenn mir etwas gar nicht passt, muss ich allerdings doch auch mal den Zwergenaufstand proben. Dann kann ich ganz schön laut werden.
In der Nacht vom 8. auf den 9. Juni habe ich zum ersten Mal echt durchgeschlafen, nämlich von Viertel nach 11 bis kurz vor 6.